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Landschaftsgärtner machen Deutschland klimafit

Landschaftsgärtner machen Deutschland klimafit

Wir machen Städte lebenswert

Längst spüren auch wir in Deutschland die Auswirkungen des Klimawandels: Starkregen, Stürme und Hitzewellen suchen uns immer häufiger heim. Wissenschaftlerinnen und Klimaforscher warnen, dass die Häufigkeit und Dauer extremer Wetterereignisse in Zukunft noch zunehmen werden. Wenn dann Erderwärmung auf immer mehr Versiegelung trifft, wenn Grünflächen weiteren Bauprojekten weichen müssen, dann heizt sich das Stadtklima immer stärker auf. So zeigt das Thermometer zwischen der Innenstadt und den Stadtrandgebieten im Sommer leicht 10 Grad Celsius Temperaturunterschied.

Gleichzeig bedroht der Klimawandel die Artenvielfalt. Das Artensterben sowie der Rückgang natürlicher Lebensräume sind inzwischen zentrale Themen unserer Zeit. Schon jetzt ist in Deutschland ein Drittel aller Pflanzen- und Tierarten gefährdet.

Stadtgrün ist Lebensqualität

Die Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sind mit ihrer umfangreichen Arbeit als erfahrene Fachleute für das öffentliche und private Grün systemrelevant, um mitzuhelfen, den Temperaturanstieg zu begrenzen. Denn städtische Grünanlagen wie Parks, Grünflächen, Straßen- und Parkbäume, begrünte (Solar-)Dächer und Fassadengrün leisten einen großen Beitrag dazu, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Dadurch machen sie nicht nur die Städte attraktiver und stärken wichtige Standortfaktoren, sondern sie schaffen auch die Voraussetzungen für eine lebenswerte Zukunft der nachfolgenden Generationen.

Mehr zur besonderen Bedeutung von Parks und Grünflächen für moderne, zukunftsfähige Städte.

Wir kühlen städtische Hitzeinseln

Stadtgrün kann Städte abkühlen

Die Sommer werden immer heißer, die Hitzeperioden häufiger und länger. Dabei wirken Straßen und Gebäude wie Speicher, die Wärme nach dem Sonnenuntergang wieder abgeben. In der Folge kühlen Städte nachts kaum noch ab. Stattdessen kommt es öfter zu tropischen Nächten, in denen die Temperaturen zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens über 20 Grad liegen.

Stadtgrün kann Hitzetote verhindern

Vor allem alte Menschen und Kinder leiden unter der Hitze. Laut einer im Jahr 2020 veröffentlichten Studie starben 2018 in Deutschland 20.000 Menschen über 65 Jahren an den Folgen von Hitze. Zum Vergleich: Deutschland zählt pro Jahr rund 3.000 Verkehrstote.

Wir lassen Städte atmen

Landschaftsgärtner lassen Städte atmen

Doch es gibt erprobte Konzepte und Maßnahmen zum Gegensteuern: So ist die Anlage von Parks und Grünflächen ein zentraler Punkt im Kampf gegen den urbanen „Hitzeinseleffekt“ – und begünstigt durch Kühlung das Mikro-Klima einer Stadt. Denn grüne Frischluftkorridore und Parkanlagen, kleine Seen und Kanäle sowie begrünte Dächer und Fassaden sorgen für ein kühleres Stadtklima und frische Luft im Sommer. Vitale, klimaangepasste Bäume lassen Wasser über ihre Blätter verdunsten und sorgen so für einen erwünschten Kühlungseffekt – zusätzlich spenden sie angenehmen Schatten.

Schon seit Jahrzehnten profitieren große deutsche Städte wie München, Frankfurt oder Köln von großflächigen Grünflächen, die meist ringförmig im  Stadtrandgebiet liegen: die sogenannten Grüngürtel. Diese Zonen wirken als grüne Lungen der Städte. Auch kleine innerstädtische Grüngürtel reduzieren die steigenden Temperaturen. Mit diesem gestalteten Grün wirken Städte nachhaltig gegen die urbanen Hitzeinseln. Weiterhin  binden besonders Bäume klimaschädliches CO2 und tragen aktiv zum Klimaschutz bei. Beispiel: Eine ausgewachsene alte Buche verbraucht pro Jahr rund 12,5 Kilogramm CO2 und 80 Bäume kompensieren jährlich eine Tonne C02.

Die Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sind die Fachleute, wenn es um das Pflanzen und Pflegen von Bäumen und die Anlage von städtischem Grün geht. Damit lassen Sie nicht nur die Städte atmen, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel.

Mehr zur besonderen Bedeutung von Parks und Grünflächen für moderne, zukunftsfähige Städte.

Wir mildern die Folgen von Starkregen

Parks, Gebäudegrün und private Gärten als Hochwasserschutz

Auch das Jahr 2021 war geprägt von Extremwetterereignissen mit verheerenden Folgen. Gleichzeitig wachsen die versiegelten Flächen in den Städten und erhöhen das Risiko für Hochwasser und Überschwemmungen zusätzlich – mit bisweilen lebensgefährlichen Folgen.

Parks, Gebäudegrün und private Gärten als Hochwasserschutz

Deshalb wird ein moderndes Regenwassermanagement für Städte und Kommunen immer wichtiger. Darin enthalten sind wesentlichen Ansätze, um Überschwemmungen und Hochwasser entgegenzuwirken: Versickerung, Rückhaltung und Verdunstung von Regenwasser.

Auf diese Weise nehmen Grünflächen, Parks und Dachbegrünungen von öffentlichen und privaten Gebäuden einen Großteil der Regenmengen auf und speichern sie direkt am Niederschlagsort. Später wird ein Teil dieses Regenwassers dem Grundwasser und dem Vegetationskreislauf wieder zugeführt.  Städte, die solche Flächen konzipieren und umsetzen, werden auch als „Schwammstädte“ bezeichnet.

Wer macht das alles professionell? Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sind auch die Expertinnen und Experten für die Umsetzung von Schwammstadt-Konzepten und realisieren ein zeitgemäßes, ressourcenschonendes Regenwassermanagements.

Mehr zur besonderen Bedeutung von Parks und Grünflächen für moderne, zukunftsfähige Städte.

Wir begrünen Dächer und Fassaden 

Gründächer für mehr Artenvielfalt

Vor allem Dächer und Fassaden bieten heute ein großes, in weiten Teilen noch ungenutztes Potenzial, um die Folgen des Klimawandels – aber auch der zunehmenden Versiegelung – zu mildern. Schließlich wirken begrünte Dächer und Fassaden wie natürliche Klimaanlagen und können überhitzte „Brennpunkte“ lokal entschärfen. Durch Abkühlung und Anfeuchtung der trockenen und heißen Luft sorgen sie für ein angenehmeres Klima. Bei entsprechender Umsetzung und Verteilung können Bauwerksbegrünungen neben dem Gebäudenahbereich auch das Klima der Gesamtstadt beeinflussen. Je nach Bebauungsstruktur und Flächenanteil der Gebäudebegrünung werden dabei Temperaturreduktionen bis zu zwei Grad Celsius erreicht.

Professionelles Dachgrün kühlt und spart Kosten

Landschaftsgärtner für mehr Fassadengrün

Also mildert Dachbegrünung die Folgen von Starkregen und leistet einen wichtigen Beitrag zum Hochwasser- und Überflutungsschutz. Je nach Gründachaufbau können sogar 50 bis 99 Prozent der Jahresniederschläge auf den Dachflächen zurückgehalten werden. Dabei wird ein Großteil dieses Wassers durch Verdunstung in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt. Mit direkten Abkühlungs-Effekten auf das Stadtklima. Gleichzeitig werden die Abflussspitzen bei Starkregenereignissen deutlich reduziert und das Kanalnetz entlastet. Und das spart sogar langfristig erhebliche (Abwasser-)Kosten.

Mehr noch: Begrünte (Solar-)Dächer und Fassaden tragen sogar zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Denn sie schaffen zusätzliche Grünflächen und erweitern so die Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Als „Trittsteinbiotope“ bilden sie lebendige Standorte in den oftmals sterilen Innenstädten. Vor allem sogenannte „Biodiversivitätsgründächer“ sind wichtige Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen.

Fachleute für begrünte Solardächer

Fachleute für begrünte Solardächer

Neben den klimatischen und biodiversen Vorteilen werten begrünte Dächer das Gebäude auch optisch auf, schützen das Dach über Jahre hinweg, isolieren das Gebäude und sparen dadurch bares Geld. Gerade bei Gewerbeflächen nutzt die Kombination von Dachbegrünung und Photovoltaik-Anlage das Potenzial der Dachflächen optimal.

Die Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sind die Experten, wenn es um Dach- und Fassadenbegrünung geht. Alleine 2020 wurden in Deutschland 7.839.977 Quadratmeter Dachfläche neu begrünt. In Deutschland liegt die Summe der über die Jahre hinweg begrünten Dachflächen bei ca. 130.000.000 Quadratmetern. Zudem sind in 2020 etwa 55.000 Quadratmeter Fassadenflächen als bodengebundene Fassadenbegrünungen mit Kletterhilfen oder auch als wandgebundenes Gebäudegrün angelegt worden. (BUGG Marktreport 2021)

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 Bild Solardach und Bild Dachbegrünung: BUGG

Wir kümmern uns um Artenvielfalt

Landschaftsgärtner für mehr Artenvielfalt

Artensterben und der Rückgang natürlicher Lebensräume sind zentrale Themen unserer Zeit. Denn Pflanzen und Tiere sind auf intakte, schadstoffarme oder -freie Naturräume angewiesen. So sind Gärten und Grünanlagen wichtige Refugien für Tiere und Pflanzen. Als Lebensraum sind sie existenziell für über 2.500 Tierarten, darunter allein 650 Schmetterlings- und 100 Vogelarten. Schätzungen gehen sogar von einer Anzahl von insgesamt 10.000 Arten in öffentlichen und privaten Gärten aus, das wären knapp ein Viertel aller Tierarten, die es in Deutschland gibt. Dazu kommen noch rund 1.000 heimische Wildpflanzen, die besonders in naturnah gestalteten Gärten geeignete Standortbedingungen finden.

Mit ihrer Arbeit schaffen die Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner viele verschiedene Ökosysteme auf kleinem Raum und fördern so die Artenvielfalt. Der Zusatznutzen: Je mehr Arten in einem Garten vorkommen, desto geringer ist die Gefahr, dass sich Krankheiten und Schädlinge ausbreiten.

Als Expertinnen und Experten für Garten- und Landschaft schaffen und pflegen die Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner Parks, Grünflächen, Gebäudegrün und Privatgärten und tragen wesentlich dazu bei, dass in Städten und Gemeinden die Biodiversität erhalten und sogar gesteigert wird.

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Bild Dachbegrünug: Optigrün