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Großes und nachhaltiges Projekt in Darmstadt beerdigt!

Die Nachricht der Absage der für das Jahr 2022 geplanten Landesgartenschau in Darmstadt löste bei den Gesellschaftern der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen mbH gemischte Gefühle aus:
Einerseits großen Respekt vor der zügigen Entscheidung gegen die Gartenschau und Verständnis für die Notwendigkeit, finanzielle Einsparungspotenziale zu suchen und scheinbar gefunden zu haben. Anderseits hat der lange Prozess der Vorbereitung, die Machbarkeitsstudie und der bereits angelaufene Planungswettbewerb städtebauliche Missstände deutlich offengelegt und klaren Handlungsbedarf aufgezeigt.

Besonders deutlich wurde dies zuletzt im Preisgerichts-Kolloquium zum Wettbewerb am 04. Mai 2017. Neben den grünen Themen waren es hier vor allem die verkehrlich-städtebauliche Situationen um den Ostbahnhof und die Kreuzung im Bereich Messeplatz, die den zahlreich angereisten Planungsbüros große Kopfschmerzen bereiteten.
Deutliche Verbesserungen, nachhaltige Entwicklung und wichtige Synergieeffekte werden mit der Absage auf unbestimmte Zeit verschoben. Aktuelle Diskussionen um Biodiversität, ressourcenschonenden Umgang mit unserer Umwelt, Stadtgrün als Staubfilter, wichtige Fragen zu Energiealternativen der Zukunft – all das bleibt auf der Strecke. Lange schon sind Landesgartenschauen Motor der Stadtentwicklung und tragen zur Verbesserung der sogenannten „weichen Standortfaktoren“ und dadurch zu einem erheblichen Imagegewinn bei.

Allzu leicht hat man in Darmstadt genau diese zukunftsorientierten Themen hinten angestellt und damit große Chancen verspielt – auch im Wettbewerb zu vergleichbaren Städten in Hessen und den Nachbarländern.

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