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Für eine bessere Ausbildung an den Berufsschulen: Landschaftsgärtner fordern Bündelung der Kräfte

Wiesbaden, 12.12.2018: Der Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) fordert CDU und Grüne für die nächste Runde der Koalitionsverhandlungen in Hessen auf, die Kräfte bei der beruflichen Bildung zu bündeln. „In Zeiten des demografischen Wandels und angesichts der Herausforderungen durch die Digitalisierung müssen die begrenzten Ressourcen in der beruflichen Bildung gebündelt werden. Dabei sollte die Qualität der berufsschulischen Ausbildung Vorrang vor der Standortnähe zu den Ausbildungsbetrieben haben. Eine Zusammenlegung verschiedener Fachrichtungen und Ausbildungsjahrgänge im Unterricht um möglichst viele Berufszweige an allen Standorten zu halten ist kontraproduktiv“ sagt FGL-Präsident Jens Heger mit Verweis auf das FGL-Positionspapier. Die Landschaftsgärtner haben darin auch einen Katalog mit Qualitätskriterien für die Ausbildung an den Berufsschulen erarbeitet. „Wir fordern die Landesregierung auf, die Bedingungen, unter denen unsere Auszubildenden unterrichtet werden den Anforderungen einer modernen Arbeitswelt anzupassen. Dazu zählen geförderte Übernachtungsangebote an den verbleibenden Berufsschulstandorten für Auszubildende, die weite Wege zurücklegen müssen und Lehrkräfte, die sich regelmäßig fortbilden.“
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, haben die Landschaftsgärtner in Hessen und Thüringen auch neue Zielgruppen in den Blick genommen. Neben Studienabbrechern finden auch immer mehr Geflüchtete und Migranten den Weg in den Garten- und Landschaftsbau. Jens Heger sieht hier mehr Potential: „Das hessische Förderprogramm Wirtschaft integriert hilft unseren Unternehmen bei der betrieblichen Integration, leider ist die finanzielle Ausstattung zu gering für den großen Bedarf. Wir können außerdem nicht nachvollziehen, warum gut integrierte Flüchtlinge, die Arbeit oder Ausbildung gefunden haben, abgeschoben werden. Hier braucht es mehr Rechts- und Planungssicherheit für unsere Unternehmen und eine einheitliche Handhabung der gesetzlichen Regelungen durch die Ausländerbehörden.“

Zum Positionspapier

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