GaLaBau-Foren 2020 erfolgreich online durchgeführt

Wiesbaden/Erfurt, 14.12.2020: Die fünf Fachvorträge der GaLaBau-Foren 2020 vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) waren auch online als GaLaBau-Fachvortragsreihe ein sehr großer Erfolg.

Wiesbaden/Erfurt, 14.12.2020: Die fünf Fachvorträge der GaLaBau-Foren 2020 vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) waren auch online als GaLaBau-Fachvortragsreihe ein sehr großer Erfolg.

Mehr als 240 Login konnte der FGL zur ersten digitalen Fachvortragsreihe im Oktober/November 2020 verzeichnen. Inhaltlich nahmen die Vorträge die Themen Klimawandel, Bewässerung und Biodiversität in der Stadt sowie im Privatgarten auf.

Einen spannenden Auftakt gab es mit zwei Vorträgen von Prof. Dr. Andreas Thon, Institutsleiter für Landschaftsbau und Vegetationstechnik von der Hochschule Geisenheim University. Diese standen unter den Titel „Standort- und bedarfsgerechte Bewässerung – eine Antwort auf den Klimawandel“. Wasserkreislauf und -bilanzen an unterschiedlichen Standorten sowie die zentralen Faktoren zur Ermittlung des Bewässerungsbedarfs waren im Fokus dieses Vortrags. Ebenso gab Herr Thon einen Einblick in die Planung von Bewässerungsanlagen, um Bewässerung effizienter durchführen zu können.

Maximilian Veit Colditz von der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück knüpfte mit seinem Vortrag „Optimal den Garten beregnet – Mit welcher Pumpe?“ sehr gut an das Thema von Prof. Dr. Thon an. Dabei ging Herr Colditz auf wichtige Merkmale wie Pumpenkennlinien, Betriebspunkte und die Ermittlung des Anlagenbetriebspunktes ein. Mit den Anforderungen, welche eine optimale Pumpe erfüllen muss, um Wasser zuverlässig von der Entnahmestelle zur Pflanze zu bringen, ergänzte er die Vortragsreihe zum Thema Klimawandel und Bewässerung.

Den vierten und fünften Vortrag widmete der FGL Hessen-Thüringen der Biodiversität in der Stadt und im Privatgarten.

Herr Weigand, M.Sc. der Integrativen Stadtland-Entwicklung und Gärtnermeister stieg in das Thema mit seinem Vortrag „Biodiversität im Garten – neue alte Denkansätze zur Gartengestaltung im Anthropozän“ ein. Hier standen Gartenprojekte und deren geschichtliche Entwicklung im Fokus. Dabei begann er mit einem Garten, welcher in den 1950er Jahren grün, pflegearm, schattenspendend und sowie nahrungsbringend für Mensch und Tier war.
„Das ursprüngliche, von Effizienz geprägte, Handeln hat sich durch zunehmenden Wohlstand gewandelt, hin zu einem im Überfluss geprägtes Handeln.“
Die Entwicklung des Gartens in den 1980er Jahren ging zu gepflasterten Stellplätzen, weniger Nutzvieh wurde gehalten, Rasenflächen sind entstanden. Des Weiteren wurden statt Stauden Koniferen gepflanzt. „Um diesen Mangel und diesen Rückgang der Biodiversität zu begegnen, sind nun neue Denkansätze und traditionell orientierte Handlungsweisen gefragt“. Es müssen wieder insektenfreundliche, vielfältige, grüne sowie klimafreundliche Gärten geplant, aber auch vorhandene umgestaltet werden.

Karla Krieger, Dipl.-Ing. der Architektur, Denkmalpflege & Gartenkultur aus Paderborn knüpfte an das Thema mit ihrem Vortrag „Sag mir wo die Blumen sind – Warum der Mensch einen Garten braucht“ an. Der folgende Auszug aus diesem Vortrag beschreibt sehr treffend, welche herausragende Bedeutung Grünflächen für den Menschen haben: „Gerade in den heutigen Zeiten merkt man, dass jeder Mensch einen Garten oder grüne Landschaft braucht. Damit sind nicht die sich erhitzenden, pflegeaufwendigen und immer mehr auftretenden Schottergärten gemeint – nein – es geht um Wiesenflur, Stauden- und Gehölzpflanzungen, sowie um die Feldflur, Parks und Wälder. Was ist ein Garten? Ein Garten ist ein abgegrenztes, meist privat genutztes Stück Land, in dem Pflanzen oder Tiere gepflegt werden. Gärten werden nicht nur angelegt, um einen Ertrag zu ernten wie in einem Nutzgarten, sondern auch aus künstlerischen, spirituellen oder therapeutischen Gründen oder zur Freizeitgestaltung und Erholung so genannte Ziergärten.“

Das kostenlose GaLaBau-Forum sprach mit diesen Vorträgen nicht nur Auftraggeber sowie Auftragnehmer im Garten- und Landschaftsbau an, auch Architekten, Planer und Fachpersonal aus Kommunen/Verwaltung waren herzlich eingeladen.
Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. wird an den GaLaBau-Foren als Veranstaltungsformat festhalten, da dies eine sehr wichtige Plattform ist, um sich weiterzubilden, auszutauschen und Neuheiten im GaLaBau zu erfahren.

Das GalaBau-Forum 2021 ist im Mai auf der BUGA2021 in Erfurt sowie in den drei Regionen in Hessen wieder fest eingeplant. Der FGL freut sich auch in 2021 wieder auf eine rege Teilnahme.

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