Themenschwerpunkte und Inhalte 2026
Bodengebundene Fassadenbegrünung – aber praktikabel und bezahlbar!
Es gibt die klassische, bodengebundene Fassadenbegrünung, bei der die Pflanzen aus dem Erdboden nach oben wachsen. Manchmal stehen die Gewächse auch in Pflanzkübeln, das hat Vor- und Nachteile, wie im Vortrag gezeigt wird. Seit ca. 2000 ist die „Wandgebundene Begrünung“ hinzugekommen, ausgelöst durch die „Living walls“ des französischen Pflanzen-Künstlers Patrick Blanc. Dort wachsen die Pflanzen in Modulen oder Kassetten direkt auf der Wand und werden automatisch bewässert. Auch sogenannte „Regalsysteme“ sind inzwischen verbreitet. Bei vielen Planungen wird mit solchen Begrünungen geliebäugelt, denn das Grün ist quasi sofort verfügbar, noch dazu genau in der gewünschten Form und Anordnung. Allerdings sollten die Kosten der verschiedenen Systeme bekannt sein, sowohl bei Investition als auch bei Pflege. Auch das wird im Vortrag besprochen. Planer und Entscheider erhalten damit die Möglichkeit, früh die richtigen Weichen zu stellen und Fehlschläge zu vermeiden.
Doch was des einen Leid ist des anderen Freud: Hohe Kosten sind wiederum hohe Umsatzpotentiale, zumindest aus Sicht der GaLaBau-Betriebe und damit wird Fassadenbegrünung für diese Akteure ein sehr interessantes Feld! Auch das wird besprochen.
Wann kann eine Behörde eine Begrünung fordern, z. B. in einer Baugenehmigung? Das richtet sich nicht unerheblich nach der Rendite, die das Objekt erwirtschaften wird, und die ist bei verschiedenen Immobilien recht unterschiedlich. Was bei einem Hotel oder einem Firmengebäude zumutbar ist, bringt ein Wohnprojekt womöglich in ziemliche Schwierigkeiten. Das sollten die Akteure aus den öffentlichen Verwaltungen nach diesem Vortrag dann auch bestens wissen.
Insofern sollte das Thema, welches von Sven Trabara, Fassadengrün e. K. präsentiert wird, für alle Arten von Zuhörern ein Gewinn sein.
Wertverluste und Kostenfallen bei unsachgemäßer Pflege und schlechter Baumkontrolle
Unsachgemäße Baumpflege verursacht in Deutschland jedes Jahr enorme Folgekosten, fachlich, wirtschaftlich und rechtlich. Viele Schäden entstehen nicht durch den Baum selbst, sondern durch fehlende Expertise, falsche Eingriffe und mangelhaftes Baummanagement.
Der Vortrag beleuchtet Details bei fachgerechter Baumkontrolle und unnötig kostenintensiver Baumpflege sowie die wirtschaftlichen Folgen schlechter Entscheidungen im Umgang mit Stadtbäumen.
Themen des Vortrags:
- typische Fehler in der Baumpflege und ihre langfristigen Folgen
- Wertverluste durch unsachgemäße Eingriffe
- versteckte Kosten durch Fehlentscheidungen und fehlende Fachkenntnis
- Verkehrssicherheit vs. fachlich korrekte Baumerhaltung
- wie sich Kommunen und Eigentümer durch gutes Baummanagement erhebliche Kosten sparen können
- reale Praxisbeispiele aus der Baumkontrolle und Begutachtung
Daniela Antoni ist Forstwissenschaftlerin (B.Sc. Forestry and Forest Ecology), Baumsachverständige und spezialisiert auf Stadtbäume, Verkehrssicherheit sowie Schäden durch unsachgemäße Baumpflege. Sie arbeitet bundesweit als Referentin ist Fachautorin und leidenschaftlich gerne in der Baumkontrolle in der Praxis zugegen.
Noppenbahn und (k)ein Ende - Übergangsbereiche zwischen Freiflächen und Gebäuden
Was muss der GaLaBauer im Sockelbereich zu Gebäuden zu beachten?
Diese Frage ist das Thema eines Fachvortrags für alle Interessierten, die an der Schnittstelle zum Gebäude ihr Fachwissen erweitern und teure Fehler vermeiden wollen.
Der Vortrag von Siegfried Jakob, Innoplex GmbH behandelt: Übergangsbereiche zwischen Freiflächen und Gebäuden, Schutz von Abdichtungen, Dämmungen und Putzsystemen, Zusammenfassende Vorstellung der neuesten Regelwerke und Richtlinien
- Typische Schadensfälle im Sockelbereich
- Verantwortung und Schadenshaftung für die Schnittstelle
- Fachgerechte Planung und Ausführung an der Schnittstelle im Sockelbereich.
- Kurzvorstellung geeigneter Trenn- und Schutzlagen
- Erfahrungsaustausch und Diskusssion zum Thema
Die häufigste Frage, die im Rahmen des Fachvortrags gestellt und diskutiert wird, ist der Sinn oder Unsinn einer Noppenbahn im Sockelbereich.
Aufbereitung und Einsatz von RC-Material im Galabau
Betonabbruch ist längst mehr als nur ein Abfallprodukt – richtig aufbereitet wird er zu einem wertvollen Baustoff für den Garten- und Landschaftsbau. Doch welche Möglichkeiten bietet das Recycling direkt auf der Baustelle, und welche Vorteile ergeben sich daraus für Betriebe und Auftraggeber? Ebenso wichtig sind die rechtlichen und praktischen Anforderungen an Lagerung und Transport des aufbereiteten Materials. Wer Recyclingbaustoffe weiterverkaufen oder auf anderen Baustellen einsetzen möchte, muss zudem verschiedene gesetzliche Vorgaben und Qualitätsanforderungen beachten. Welche Nachweise sind erforderlich, und welche Regelungen gelten für den Einbau? Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über die wichtigsten Rahmenbedingungen und zeigt, worauf es in der täglichen Anwendung ankommt.
Der Vortrag wird von Dr. Ing. Carsten Geisenhanslüke, EHL AG gemeinsam mit Thomas Kühlhorn, Beton und Recycling GmbH Bad Düben gestaltet.