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GaLaBau-Praxistag für Geflüchtete im Jugendpark der Kulturen, Eltville

GaLaBau-Praxistag für Geflüchtete im Jugendpark der Kulturen, Eltville

Wiesbaden/Eltville: 11.7.2019: Berufsorientierung hautnah: Junge Geflüchtete beim Praxistag Garten- und Landschaftsbau im Eltviller Jugendpark der Kulturen. Elf Teilnehmer von „Wirtschaft integriert“ engagieren sich und lernen den Beruf des Landschaftsgärtners kennen.

Anpacken, mitmachen, ausprobieren und dabei Berufe kennen lernen. Das ist das Motto im Projekt BerufsorientierungPLUS, an dem aktuell elf junge Männer aus sieben Ländern im Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW) Wiesbaden teilnehmen. Und genau darum ging es auch beim „Praxistag Garten- und Landschaftsbau“: Beim Bau einer regional-typischen Trockenmauer im Jugendpark der Kulturen in Eltville lernten die Teilnehmer berufstypische Tätigkeiten kennen und machten sich vertraut mit Werkzeugen und Maschinen.

Ganz nebenbei trainierten sie auch ihre Teamfähigkeit, denn das Gemeinschaftsprojekt wurde zusammen mit Experten der Firma Jens Thomas – Garten- und Landschaftsbau, dem Willkommenslotsen des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. und Vertreterinnen und Vertretern der Philipp-Kraft-Stiftung umgesetzt.
Mit dem Praxistag GaLaBau lernten die Teilnehmer nicht nur ein weiteres Berufsfeld ganz praktisch kennen, sondern sie leisteten auch – trotz anhaltenden Regens - einen erheblichen Beitrag für die landschaftsgestalterische Aufwertung des Geländes am Rheinufer, am Fuße der Kurfürstlichen Burg in Eltville. Hierüber werden sich sicherlich auch die Bürger Eltvilles und zahlreichen Touristen freuen, welche die Kurfürstliche Burg und das Eltviller Rheinufer täglich besuchen.
Um Flüchtlinge für den Garten- und Landschaftsbau zu gewinnen und die Unternehmen bei der betrieblichen Integration zu beraten, beteiligt sich der Fachverband seit 2016 am Programm Willkommenslotsen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Martin Rohloff ist seit 2018 als Willkommenslotse beim Verband angestellt. Er besucht regelmäßig Berufsorientierungskurse mit Geflüchteten bei unterschiedlichen Bildungsträgern, stellt dort den Beruf des Landschaftsgärtners vor und wirbt für die duale Berufsausbildung. Voraussetzung für eine Ausbildungsaufnahme als Landschaftsgärtner sind gute Deutschkenntnisse der Bewerber. Um dem Unterricht in der Berufsschule folgen zu können, sollte mindestens das Sprachniveau B1 erreicht sein. Schließlich schreibt sich auch das Berichtsheft nicht von allein. Außerdem muss man als Landschaftsgärtner rechnen können, ein Interesse an Pflanzen sowie handwerklicher Tätigkeit mitbringen und bereit sein, jeden Morgen früh aufzustehen. Martin Rohloff sagt, dass viele junge Menschen, ob Flüchtling oder nicht, noch nicht wissen, wie abwechslungsreich der Beruf ist: „Landschaftsgärtner pflegen nicht nur Gärten und öffentliche Parks. Einen großen Teil der Arbeitszeit ist man auf Baustellen und arbeitet im Team mit unterschiedlichen Materialien: Naturstein, Holz, Beton und natürlich Pflanzen.
Werkzeuge und Maschinen erleichtern dabei einen großen Teil der körperlichen Arbeit.“ Trotzdem sollte man wetterfest sein, denn der Beruf bringt es mit sich, dass man auch bei Wind, Regen, Kälte und Hitze draußen arbeitet. Mehr Informationen zum Beruf und eine Liste mit Ausbildungsbetrieben findet man übrigens unter  www.landschaftsgaertner.com.
Im Nachgang der Veranstaltung können sich die interessierten Teilnehmer mithilfe einer Teilnahmeurkunde und unterstützt durch den FGL-Willkommenslotsen bei GaLaBau-Betrieben auf Praktikums- und Ausbildungsplätze bewerben.
Großzügig unterstützt wurde der Projekttag von dem FGL-Mitgliedsbetrieb Jens Thomas – Garten- und Landschaftsbau, der für die Veranstaltung ein Team von Mitarbeitern sowie Fahrzeuge, Maschinen und Werkzeuge zur Verfügung stellte.

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